Göreme (Kapadokien)

Um 7:30 Uhr mit einem elend schlechten Frühstück im Magen gestartet. Schon nach 30 Minuten war ich auf 800m (Tarsus war 0m), die Strasse klein und einfach eine Wonne zum fahren. Ach ja, ich vergass: Heute fahre ich weg von der Ägäis, jetzt geht es ins Landesinnere. Und noch eines – Achtung: Heute gibt es Landschaftsbilder. Und Landschaftsbilder heisst: Meine Braut in der Natur 😉

Zuerst ging es zur Kilikischen Pforte, ein Pass über das Taurus Gebirge hoch in die Anatolische Hochebene. Der Pass wurde schon in der Antike genutzt. Die Streckenführung war, wo immer machbar auf kleinen und kleinsten Strassen. Bei 2000 hm wurde es übrigens wieder ziemlich frisch!


Ihr seht, die Berge haben noch teilweise Schnee:


In Derinkuyu, einer Stadt etwa 220 Fahrkilometer nördlich ins Landesinnere und 60 km südlich von Göreme, gibt es eine unterirdische Stadt. Diese wurde, wie ca. 50 weitere auch, von Christen in die Tiefe des Tuffsteins gegraben, zum Schutz vor Überfällen und Übergriffen. Die in Derinkuyu ist 8 Stockwerke tief und die Menschen haben bis zu 6 Monate dort versteckt gelebt! Ein ausgeklügeltes Belüftungssystem mit angeblich 200.000 kleinen Schächten sorgte für Luft Zu- und Abfuhr. Die Zisternen sind so rafiniert angelegt, dass sie noch bis in die Neuzeit überirdisch genutzt wurden, ohne Wissen über die unterirdische Stadt. 

Weitere 35 solcher Stätten sind bekannt, manche für den Tourismus geöffnet.


In Deryinkuyu traf ich 3 Kanadier, allesamt auf fetten KTM unterwegs. Sie waren vor 3 Wochen in London gestartet und wollen in 3 Monaten in Seoul ankommen. So wie die aufgepackt waren steht denen noch was bevor! Dem einen hat es schon seinen Seitenständer verborgen, er bekommt die Kiste ohne Gepäck schon nicht mehr selber aufgerichtet.

 Die Strecke nach Kapadokien, mit Göreme als ihrem Synonym, ging es erneut auf 1800 m. Göreme liegt übrigens auch noch auf 1400.


Und wieder mal einen Zeltplatz gefunden. Heute, kaum zu glauben, mit ein paar Gästen.


Und nun braut sich ein heftiges Gewitter zusammen. Drückt mir die Daumen, dass es um mich herumzieht. Gewitterregen und ich in meiner Hundehütte ist jetzt nicht was ich brauche. 

Die gefahrene Strecke – 313KM:

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