Ein letzter Sommersonnenbadetag

Das ist heute unser letzter Badetag am Schwarzmeer – ein Tag den wir alle sehr genossen haben. Des morgens buchten wir erst noch unsere Fähre nach Hause, bummelten in die wenig attraktive Stadt und staunten nicht schlecht, als wir uns das neue im entstehen begriffene Resort ansahen. 


Die Anlage wird von Russen gebaut und hat eine starke sportliche Orientierung.

 

Bei dem Baufortschrritt soll die Anlage in 2 Wochen im Betrieb sein! Russischeer Kitsch inklusive:


Aber sonst wirklich alles vom feinsten! Der Barbereich zwischen Hotel und Villen, gerade frisch mit Rollrasen belegt (siehe Bewässerung):


Die Villen sind innen sehr geschmackvoll eingerichtet.



Dazu gibt es einen eigenen Strandbereich mit eigener Bar:


Und wie gesagt: Sport wird groß geschrieben. Hier die Schwimmbahn in Olympischer Dimensionierung:


Und dann der Klopper schlechthin – eine Eishalle!



Da musste ich natürlich aufs Eis – nachvollziehbar, oder?


So, das war es für heute. Morgen früh geht es ins Landesinnere, wir sind schon sehr gespannt und freuen uns auf das Motorradfahren.

CU!

Sonnenstrand, Goldstrand, Badeurlaub!

Bevor ich auf die wenigen, letzten Ereignisse komme muss ich erst ein paar Gedanken zum Unterschied niederschreiben. Unterschied? Unterschied! Frei in Anlehnung an den Song „What a difference a day makes“ hier „Was für einen Unterschied eine Grenze macht“. Es ist wirklich unglaublich wie viel sich mit dem überschreiten der Grenze veränderte. Alleine das Leben am Strand: 

  • FlipFlops sind Schuhe die aktiv beworben werden
  • Alle sind mit normalen Badeklamotten unterwegs: Bikini, Badehose, Strandkleidchen und das ohne Hemmungen zwischen den Geschlechtern.
  • Überall gibt es nette Strandbars und die servieren garantiert nicht nur Tee!

Aber auch sonst:

  • Es gibt Tourismus mit Touristen, wobei alles unaufdringlich auf uns wirkt. 
  • Der Müll wird in gesellschaftlichem Konsens in den Mülleimer geworfen!
  • Der Autoverkehr ist gesittet, ein Zebrastreifen wird zweckgebunden eingesetzt. Auch wird in den Ortschaften ordentlich und rücksichtsvoll gefahren.
  • Das Essen hier ist günstig, vielfältig und reichhaltig. Dazu wird mit den uns gängigen Getränken nachgespült. 
  • Das Leben ist zwar teurer, für mich aber deutlich schöner, lebensfroher (als ob es „farbenfroher“ wäre).

Zum aktuellen Geschehen: Nachdem wir unsere Tage in Kraimorie entweder am Strand (naja) 


Oder am Pool verbrachten (super dank tollem Hotel) ging es dann am Mittwoch via Burgas, Nessebar in Richtung Varna und weiter nach Kranevo. 

Doch zuerst begaben sich Jens und ich zu unserem kleinen Abenteuer „Post“. Ich wollte ein paar sperrige Dinge wie mein Zelt loswerden und heimschicken. Wir hatten aus dem Müll einen Karton gefischt, das Hotel steuerte Packband bei und so ging es los.    Zügig standen wir in einer Schlange von Menschen, bald vor einer unfreundlichen Dame die aber mit jeder Minute die wir sie beschäftigten freundlicher wurde. Ich glaube wir wirkten irgendwie unbeholfen auf sie und weckten Mutterinstinkte, denn sie erklärte uns in reinstem Bulgarisch, dass wir das so nie wegschicken könnten und brachte uns erst mal Packpapier um den Bananenkarton fachgerecht einzupacken. Irgendwann durfte ich dann auch noch ein 5-lagiges Formular ausfüllen, dann wurde gestempelt (bumm-bumm) und schwupp waren wir nach ca. 30 Minuten auch schon wieder draussen! 


So ging es dann bei ungefähr 30 Grad in Richtung Norden. Burgas wirkte im übrigen recht nett auf uns. In der Frühe hatte uns noch ein Schweizer geraten einen Abstecher nach Nessbar zu machen, einem Örtchen unter Unesco Weltkulturerbe. Der Tipp war gut!




Danach ging es weiter in das Kamtschia Naturreservat, der Flussmündung ins Schwarze Meer. Das war ein sehr nettes „Touri-ding“.



So langsam verging der Tag, wir hangelten uns auf der Küstenstrasse weiter in Richtung unseres Hotels. Entlang der Resorts war die Strasse heftig überfüllt, ein überholen war gelegentlich nicht möglich, dafür dieselqualmen die Autos aufs schlimmste. Erst auf Varna zu wurde die Strecke schön, bergig, kurvig und mit schönem Belag versehen – also nettes Motorradfahren. Und so kamen wir im DiMare Holiday Village an. Nicht lachen, so heisst das!

  

Das sieht nett aus hier, wir sitzen gut vorm Häuschen und planten heute Morgen erst einmal die kommenden Hotels. Das dürfen gute sein, denn die kommenden Fahrtage scheint es zu regnen.

Heute gab es dann vollends einen Strandbadetag, und wie es scheint, wird der morgige Tag vom selben Programm dominiert werden.




Die gefahrene Strecke – 194KM:

 

Jens im Glück

Der Alptraum eines jeden Vegetariers, Jens erfreut es – der Spieß war quasi unteilbar!

Rendevous

Heute gibt es einen CrissCross Blogeintrag…. 

Alsoooo die Zugfahrer hatten auch so ihren Spass. Die generelle Aussage die ich immer wieder hörte: Das muss man einmal erlebt haben, aber zwei mal? 

Barbara, Karin und Jens waren am Samstag mit dem Auto nach Patergassen gefahren, das liegt in Gegend von Villach,und stellten ihr Auto bei KP ab, einem Freund eines Freundes.. gell Bernd? 

Danach ging es direkt zum Zug nach Villach:


Und dann, ja, dann genossen sie die ausgedehnte Langeweile


bei unklimatisiertem Abteil und gemütlichen 35 Grad Außentemperatur. Die einzige Linderung entstand durch geöffnete Fenster und Kopf raus!


Längere Haltestationen mit Passkontrollen brachten Abwechslung in die Langeweile, und so kam die Truppe auch irgendwann einmal in der Türkei an. Irgendwann heisst, mit vielen Stunden Verspätung. Aber was bedeutet schon Zeit? Geld und Zeit haben wir doch im Überfluss, oder?


Ich war so lange erst mal auf meinem Campingplatz rumgehangen und zog um die Mittagszeit weiter zu unserem Hotel, einem idyllischen Kleinod, das beste Hotel der bisherigen Reise.

Und dann begann für mich das warten. Aber auch die drei warteten. Auf das Entladen, die Passabfertigung, den Stempel und was weiß ich noch alles. Doch irgendwann kamen sie. 


Was fällt auf auf dem Bild? Genau! Jens konnte gar nimmer anhalten für das Gruppenbild. Swischhhhh – durch war er. Ich glaube in dem Luftzug hörte ich so sachte ein …BIER…………

Schön ist es, dass sie jetzt hier sind! Und so genossen wir mit viel Spaß den ersten gemeinsamen Tag! Sei es am so lala Strand


Oder am Pool, wo uns Karin erklärte SIE könne über Wasser gehen!


Und wozu hat Frau einen willigen Mann? Naja, das mit dem willig muss sich noch zeigen. Auf jeden Fall, wer Jens kennt, kann sich derjenige dann so einen Moment der inneren Ruhe, dem Moment der Kontemplation vorstellen? Hier in Bulgaristan gelingt das Unglaubliche!


Während ich mit blutenden Fingerkuppen tippe, unterstellen mir die drei hier gerade den Genuss von Alkohol oder anderen bewusstseinserweiternden Drogen – wo bin ich hingeraten?

Fazit, uns geht es gut. Wir haben uns heute Abend den Bauch mit Fleisch (Jens), Fisch, Tarama, Salat, Muscheln (der Rest) den Bauch vollgeschlagen, dazu das ganze reichhaltig mit Bier und Rakia runtergespült. Die Rechnung brachte uns fast um…

Geodaten:

  • Unser Hotel in Kraimorie: 42°26′41.46″N 27°29′17.76″E

Die gefahrene Strecke – Hans – 19KM:

Die gefahrene Strecke – Barbara, Jens, Karin – 244KM:

 

 

East? West? COAST!

Zwei tolle Strandtage liegen hinter mir. In den beiden Tagen durfte ich die Gastfreundschaft von Simeon und Simona geniessen. Neben netter Gesseligkeit in den Strandbars gingen wir gestern Abend gemeinsam in Sosopol bummeln. Ein nettes Touristenstädtchen ist das.






Danach fuhren wir ein klein bisschen ausserhalb nach Budzhaka zu einem hervorragenden Fischlokal. Heute gab es nochmal abhängen am Strand und im Schatten bei meinem Zelt. Es war heiss heute.

Der Tag verabschiedet sich romantisch mit Vollmond über dem Meer… Blick Richtung Sosopol:


Von meinen Balkan-mit-dem-Zug-anreisenden habe ich nur per SMS vernommen, dass der Zug wenig luxeriös sei, er ca. vier Stunden verspätet ankommen wird und sie sich jetzt den Tag mit Cola-Rum verschönern… ich bin gespannt auf den Bericht der drei!

Geodaten:

  • Sosopol: 42°25′05.36″N 27°41′39.52″E
  • Budzhaka: 42°24′06.02″N 27°43′11.49″E
  • Mein Camping: 42°25′11.31″N 27°38′45.35″E

Absurde Wetten

Ich zitiere: Wir haben eine Wette laufen wie häufig du wohl an deinen vielen Stränden auch mal im Wasser warst?

Das ist absurd. Denn jeder der mich kennt weiß:

Und ist die Pfütze noch so klein,

der Johann macht den Köpfer rein!


So, und jetzt kann ich wegen dem Quatsch zum ersten mal in diesem Urlaub das Salzwasser aus der Badehose waschen. brrrr

Bulgaristan: Chernomorets – Camping Gradina

Und so machte ich mich heute morgen auf den Weg die Türkei zu verlassen. Irgendwo vor Kirklareli nahm ich mir 30 Minuten Auszeit für meinen letzten Tee in der Türkei. Dann ging es zur Grenze. Als dieses Schild kam, musste ich herzlich lachen und der Titel für heute stand fest. 


Schöner hätte es vielleicht nur noch Karl May ausdrücken können – Bulgaristan! Nach Kirklarli gab es eine sehr gut ausgebaute Straße mit unglaublich viel Verkehr. Ich war erneut fast alleine unterwegs. 


So sah dann auch die Grenzstation aus. So original mit kleinem Schlagbaum und gelangweilten Grenzbeamten. Die Türken waren, wie die Bulgaren auch, äussert lässig drauf und so hatte ich die Grenze bereits nach 30 Minuten passiert. Einzig: Bevor man zu den Bulgaren kommt, muss man durch ein Wasserbad. Wofür auch immer… und vor allem: Was auch immer da drin ist! Meine Kette hörte sich für mehrer hundert Meter brachial metallisch an, fast als wenn sie wo dagegenschlagen würde. Irgendwie sieht auch das Fett jetzt seltsam aus… Naja, sie tut wieder.

Aus der Grenze raus fuhr ich erst nach Tarnowo, ich wollte Geld holen. Nachdem ich einige Minuten im Städtchen erfolglos gekreist bin entschloß ich mich, das Geld in Tsarevo zu holen, meiner eigentlichen Destination für heute. Die Straße führt als schöne gewundene Strecke durch die Wälder und dem Strandza Gebirge. Wenn da nur nicht so dermassen viele Schlaglöcher wären. Einfach unfassbar!!!!


Dennoch, die Gegend, so man sie sieht vor lauter Wald, ist schön. Und damit natürlich auch einladend für ein Mittagsschläfchen.


Einfach wird das Leben hier:


Am Ende hatte ich zwar in Tsarevo Geld, aber der Campingplatz, ja, den gibt es schon lange nicht mehr. So machte ich mich auf nach Norden um zum Camping Gradina zu fahren, da wollte ich eh noch zwei Nächte verbringen. 

Und da bin ich nun und warte auf die Gang. Morgen treffe ich vermutlich Simeon, einen Kollegen aus Sofia mit dem ich viel und gerne zusammengearbeitet habe. Ich freue mich ihn wieder zu sehen!

Geodaten:

  • Letzter Tee in der Türkei, 0,45TL : 41°38′29.23″N 26°51′34.23″E
  • Grenze: 41°58′04.03″N 27°27′32.57″E
  • Camping Gradina: 42°24′58.04″N 27°38′58.58″E

Die gefahrene Strecke – 352KM:

Tag 1 – endlich Urlaub

Die Mopeds sind gepackt, die Klamotten in den Packtaschen und Hans seine Bremsbeläge natürlich auch. Heute noch Barbara’s Moped drauf und dann kann es losgehen.

HANS WIR KOMMEN !

GoWhere? Gelibolu

Als ich gestern die Aufteilung der Kilometer der nächsten zwei Tage studierte, fiel mir auf, dass ich für heute vermutlich zu wenig, dafür für den Freitag deutlich zu viel eingeplant hatte. Die reinen Distanzen sind nicht das Problem, aber der Sprung über die Dardanellen beträgt ca. eine Stunde, der Grenzübertritt dürfte mindestens genauso lange dauern. Daher beschloß ich für heute in jedem Fall die Dardanellen zu überqueren.

Doch nur Kilometer fressen, ist irgendwie blöd. Also machte ich mich auf und fuhr erst einmal über Nebenstrecken nach Nordwest ans Marmara-Meer. 


Das wäre eine super Strecke, vorausgesetzt man kann vernünftig bremsen – so war es halt choppermässiges trödeln. Die Entdeckung der Langsamkeit in einem Meer von Olivenhainen! Angekommen am Meer dachte ich zuerst: Wie kürzlich in Pershembe, nur hübscher. Aber da war noch etwas – der Geruch. Da wurde mir erst klar, dass das Schwarze Meer so gar nicht den fischigen Geruch hatte. Es birgt eben deutlich weniger Leben als die meisten anderen Meere:

90 Prozent des Schwarzen Meeres sind lebensfeindlich, der Wasseraustausch mit dem Mittelmeer ist gering. Flüsse tragen große Mengen organischen Materials ins Meer, das nicht ausreichend zersetzt werden kann, Schwefelbakterien übernehmen die Aufgabe und produzieren giftigen Schwefel. Die Folge: Weniger Leben, alles Holz, das herabsinkt, bleibt erhalten, da keine Bohrwürmer existieren, die es fressen. Metall hingegen wird hier umso schneller abgebaut.


Ansonsten ist hier alles feiner. Tolle Villen und schöne Feriensiedlungen stehen an den Berghängen.

Doch nach 3 Stunden hatte ich erst etwas mehr als 100km geschafft, mindestens 400 wollte ich machen. Also ging es südlich auf den Highway der von Bursa nach Westen führt. Es ist mir ein Graus, doch es musste sein. Ich brauchte auch zeitlichen Spielraum, denn alle Hotelunterkünfte die ich im Netz fand waren preislich von einem anderen Stern. Keine war unter 100€ zu haben, die teuerste lag bei über Tausend Euro. Dafür war da das Frühstück im Preis inkludiert….

Und so ging es nach 4 Wochen und einem Tag wieder über die Dardanellen und damit zurück auf den Europäischen Kontinent!


Heute war ganz schön was los. 


Nett war, ich fuhr an die Fähre ran, es gab schon einen längeren Rückstau. Ich, mopedfrech wie immer, an allen rechts vorbei, ran ans Kassenhäuslein. Der schaut zur Fähre, ruft seinem Kumpel was zu und meint zu mir: Auf geht’s – zahlen kannst du an Bord! Ich zack – zack rein in den Helm, rauf auf die Fähre, und schon ging hinter mir die Luke hoch.


Bezahlt wurde dann beim „Chef“ persönlich 😉


Schließlich entschloss ich hier im Örtchen nach einer Bleibe zu suchen. Nach kurzer Preisverhandlungen und Zimmerbesichtigung war der Deal geschlossen. Irgendwie bin ich schon stolz darauf, es geschafft zu haben nie mehr als 30 Euro pro Nacht ausgegeben zu haben, im Gegenteil, das Gros der Quartiere kostete wie hier 50 TL, das entspricht 12,50€ mit Frühstück. Da lohnt kein camping!


Ein Spaziergang offenbarte mir das zuvor nicht gesehene: Das Örtchen ist nett! Es gibt sogar eine Fussgängerzone und nette Lokale!


Wenn nichts aus dem Ruder läuft, verlasse ich morgen die Türkei, und das Abenteuer Bulgarien startet. Schauen wir mal wie der Grenzübertritt vonstatten geht. Gespannt bin ich schon!

So geht es morgen raus aus dem Land:


Geodaten:

  • Mein Hotel in Gelibolu: 40.414292, 26.670987
  • Fähre Start in Cardak: 40.379503, 26.713524
  • Mudanya, ein sehr netter Badeort! 40.375259, 28.883793

Die gefahrene Strecke – 370KM: