Rhodopen Gebirge – Smolyan

Die Strecke des heutigen Tages versprach abwechslungsreich zu werden. Wir starteten nach einem reichhaltigen Frühstück in unserem netten Hotel (Gurken, Tomaten, Salami, Käse, Marmelade und 10 Scheiben Toast). Zuerst ging es auf die Umgehungsstraße von Plovdiv und weiter nach Asenovgrad. Die Straße war extrem unschön, während Asenovgrad mit einem netten sozialistischem Charme aufwarten konnte. Kurz nach der Stadt ging es den Berg hoch zur Festung der Asen. Welch herrliche Lage!

Danach, oh welch eine tolle Strecke, zogen wir unsere Spur durch ein gewundenes Tal. Immer wieder standen da so die Geschwindigkeit zu begrenzende Schilder – hat die jemand wahrgenommen? Der Fahrspaß fand sein Ende nur dadurch, dass wir unser heutiges Kulturhighlight besuchen gingen: Das Kloster Batschkowo. Dieses Kloster ist das zweitgrößte des Landes und der Besuch ein Muss für jeden Bulgarienreisenden. Die Details zum Kloster kann man in Reiseführern oder Wiki nachlesen, und ich muss sagen, ja es stimmt, man muss das Kloster gesehen haben. Von außen wirkt es noch sehr nüchtern

Doch sobald man den Innenhof betritt ändert sich der Eindruck schlagartig.

Schöne Eindrücke tun sich auf – hier ist eine Taufe im Gange

Das Kloster beeindruckt mit seiner reichhaltigen Ausstattung!

Wie meist an solch schönen und besinnlichen Orten entzündete ich ein Lichtlein:

Nach einem anschließenden Warmgetränk das den Namen Kaffee trug (bäh!) ging es mit uns weiter ins Gebirge hinein. Irgendwann bogen wir von der schnellen und gut ausgebauten Straße ab. Ein ungläubiges zögern machte sich in der Gruppe bemerkbar, mir schien, sie wollten dem Weglein das ich ausgesucht hatte nicht trauen (oder vielmehr der Auswahl desselben).
Dabei war es eine so schöne Wahl! Auf kleinen und zeitweilig sehr schlecht erhaltenen Pfaden schraubten wir uns nach oben:

Echt krasse Örtchen wurden durchfahren. Bei einigen der Orte fragten wir uns schon, wer da noch wohne? Einige Menschen lebten von Minen – nur was da geschürft wurde entzog sich unserer Kenntnis. Sehr belebt sahen aber auch diese nicht aus…

Alles in allem genossen wir die Berge sehr, auch wenn es auf 1700m im Skigebiet mit 12 Grad herzlich kalt wurde….

Smolyan selbst ist irgendwie schräg. Oben in den Bergen, in Pamporovo, sind die ganzen Hotelbunker für die Skifahrer. Diese ziehen sich bis Smolyan. Der Ort selbst wurde 1960 aus drei bestehenden Orten kurzerhand in einen gebündelt und in der Mitte mit charmanter sozialistischer Architektur verbunden.

Vieles wird ersetzt, anderes zerfällt. Schön geht anders. Nett ist dagegen die Fussgängerzone, aber auch nur, wenn man nicht genau hinsieht…. Unser Hotel dafür ist eine Wonne.

Das Abendessen im Restaurant Spartakus war sehr lecker und preislich im Rahmen.

Zum Schluß noch ein Wort zum Moped: Es fängt wieder an Öl zu verlieren. Befrage ich das Werkstatthandbuch, so dürfte das wesentliche Problem mit einem O-Ring zu beheben sein, nur woher diesen nehmen, schon alleine, weil ich die exakten Masse nicht kenne? In Sofia werde ich Öl zum nachkippen bekommen.. ich hoffe das funktioniert. Wir haben noch rund 1500km vor uns….

Geodaten:

  • Die Asenburg: 41°59′11.19″N 24°52′22.66″E
  • Kloster Batschkowo: 41°56′31.53″N 24°51′06.49″E
  • Unsere schöne Nebenstrecke: 41°49′42.66″N 24°49′04.68″E
  • Smolyan, unser Hotel: 41°34′27.87″N 24°42′38.68″E

Die gefahrene Strecke – 118KM:

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