Safranbolu

Nach der Hitze des gestrigen Tages folgte eine unmittelbare Abkühlung um über 10 Grad. Mit der Abkühlung kamen auch Wolken. Ich schaffte es heute morgen nur knapp dem Regen in Kastamonu zu entgehen. Auf kleinen Umwegen ging es in ein kleines Örtchen dessen Attraktion die „Waldmoschee“ ist. 

 

Leider war sie verschlossen und auch kein Imam greifbar. Sie muss innen mit herrlichen Holzarbeiten ausgeschlagen sein. Alleine die Einganstüre gibt schon einen Eindruck.


Eigentlich war eine lange Schottertour durch die Berge im Programm, da aber das Wetter unbeständig ist, entschied ich mich für einen Mix meiner Schotterstrecke mit der Straßenroute, die auch sehr hübsch geplant war.

Wieder gab es schöne kleine Sträßlein, irgendwann war der Verkehr gegen null.


Und so bog ich denn in einem Städtlein auf meine 60km Schotter ab. Sehr genussvoll!


Alleine das Wetter erschien wechselhaft, die Wolken kamen vom Schwarzmeer und regneten sich am Kamm nördlich von mir ab.


Schön war es dann auf der frisch abgeschobenen und frisch beregneten Piste zu fahren. Die einzige sichtbare Spur war von? Genau: Vom Postler! Das war auch der einzige der mir entgegenkam.


Dann, nahe bei Yürük Köy, ein Szenenwechsel, ich dachte ich bin an der Ardeche!

 

Yürük Köy ist so was wie die kleine Schwester von Safranbolu. Ein kleines Dorf dominiert von schönen Konak. Kaum Touristen, sehr ruhig. Aber da bleiben wollte ich irgendwie auch nicht.


So fuhr ich nach Safranbolu. Was für ein Touri-Zirkus hier! Das gab es schon lange nimmer! Touristen aus Asien! Die habe ich seit Göreme nicht mehr gesehen. Dennoch ist es ganz nett hier.


Wieder habe ich ein nettes Hotel gefunden, preislich ist es mit 25€ auch noch im Rahmen. Asmali Konak Hotel:



Der große Wehrmutstropfen des Tages: Meine Hinterradbremse spinnt. Gestern hatte ich mir doch einen Draht im Hinterrad eingefangen. Der hat einiges an Zerstörung hinterlassen. So musste ich heute noch Teile meines Kettenschutzes wegschneiden. Bei der Aktion hatte ich gestern auch bemerkt, dass meine Bremsbeläge hinten ziemlich runter sind. Nun kommen ja nächste Woche Barbara & Friends, also habe ich Jens gebeten mir noch welche zu besorgen. Soweit so gut. Bis ich heute die Ursache feststellte. Die Beläge liegen dauerhaft an der Scheibe an, die ist sehr heiss. Den Fehler konnte ich nicht finden, also hat Jens nochmal den Händler bemüht, der kam mit einem Tipp rüber, den ich heute Nachmittag umsetzte. Ich glaube nicht so recht daran, aber schauen wir mal, der morgige Tag wird das Ergebnis liefern. Ansonsten muss ich wie heute die Beläge wegdrücken und ohne Hinterradbremse fahren.


Schraube am Bremshebel verstellen sowie den Bremsgeber im Langloch verschieben um maximales Spiel zu bekommen.

Geodaten:

  • Safranbolu Hotel: 41°14′46.98″N 32°41′35.8″E
  • Yürük Köy: 41°13′23.5″N 32°47′57.65″E
  • Der „Ardeche“ Canyon: 41°14′14.07″N 32°47′12.53″E
  • Mein Einstieg in den Schotter: 41°24′01.24″N 32°58′27.22″E 

Die gefahrene Strecke – 152KM:

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