Sardes und Pamukkale

Heute Nacht waren schwere Gewitter über Bergama niedergegangen. Am Morgen hingen die Wolken noch schwarz über den Bergen, die Richtung meiner Reise. Nach den Erfahrungen des gestrigen Tages schwante mir böses. Doch: Es kam nicht so! Ja, die Strasse war anfänglich noch nass und furchtbar schmutzig, doch da ich mich zuerst auf einer gut ausgebauten Strasse bewegte machte das nichts. 

Irgendwie muss ich mich zu meiner bisherigen Streckenführung beglückwünschen. Auch heute waren sehr schöne Bergpässe dabei. Nur die Schotterpassage die ich mir für heute vorgenommen hatte musste ich aufgrund der Regenfälle dreingeben. Der Regen hatte die Wege in Schlammpisten verwandelt. Das macht mein Reifen nicht mit. 

Nach 200km erreichte ich Sardes. Nie gehört? Sardes besitzt eine Geschichte voller Geschichten: Hier wurde das Geld erfunden, hier verwandelte sich alles was König Midas berührte zu Gold und hier ging König Krösus dem Orakel von Delphi auf den Leim.

Zu besichtigen sind noch einige Ruinen. Zuerst ein Bad-Gymnasion, unglaublich eindrucksvoll und mächtig groß. Die Bilder geben die Größe kaum wider.

Hier wird noch überall gebuddelt. Alles findet unter der Leitung einer Amerikanischen Stiftung statt (Uni Boston).



Hier befand sich übrigens auch die größte je in der Diaspora gebaute Synagoge!

Ein klein bisschen weiter im Ort befinden sich die Ruinen eines herrlichen Artemistempels:



Und zur Feier des Tages, noch ein paar Bilder von unterwegs:


Und meine hübsche Unterkunft „Hotel Pamukkale“. Eigentlich hatte ich zelten wollen, doch es sind weitere Gewitter vorhergesagt, und so hatte ich Lust auf ein festes Dach über mir!

Die gefahrene Strecke – 386KM:

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