Schwarzmeerküste – Pershembe 

Nach dem erneut reichlichen Frühstück standen heute nur 260 km auf dem Plan. Davon waren ca. 190km auf dem Küstenhighway. Küstenhighway? Ja, es ist eine nicht mautpflichtige Autobahn die sich genau da entlang zieht, wo eigentlich Strände sein könnten. Nachdem es zwischen Meer und Bergen nur einen schmalen Streifen gibt, der zudem von vielen Tälern durchschnitten wird, wurde dieser genutzt um die Orte zu verbinden. Somit sind die Strände eher rar, und schon kleinste Sandsstreifen werden intensiv genutzt. Apropos intensiv: Ich merke, der 3. Feiertag in Folge ist zum ausschlafen da, die Energie der letzten Tage ist verbraucht. Es ist heute nur ruhig. Fast schon ausgestorben.

An der Küste angekommen, sieht man rasch, warum hier in den Bergen Tee angebaut werden kann:


Achtet auf die Wolken. Das Meer schickt seine Feuchtigkeit, die an den Bergen zu Nebel kondensiert. 

Mit dem 1. Weltkrieg verlor das Osmanische Reich seine Kaffeegebiete. Um die teuren Kaffeeimporte zu umgehen, unterstützte Atatürk im 2. Weltkrieg den Import von Teepflanzen aus Georgien. So werden hier heute ca. 200.000 Tonnen Tee angebaut, der fast ausschließlich im eigenen Land verbraucht wird. Der Tee braucht den erwähnten Nebel, die kühle Feuchtigkeit und dennoch Sonne, um zu gedeihen. Wir kennen das ja aus Indien. 

Weiter werden hier in der Gegend Haselnüsse angebaut. Ich sah nur gelegentlich jemanden mit ein paar Säcklein am Strassenrand. Die Plantagen (nicht gesehen) müssen riesig sein. Von hier kommen 2/3 der gesamten Weltproduktion an Haselnüssen.

Nun bin ich in Pershembe, einem kleinen Küstenörtchen, es ist schön ruhig hier, auch wenn das Hotel scheinbar voll belegt ist.  



Ich habe insgesamt noch 4 Tage als Puffer zur Verfügung bevor ich in knapp 2 Wochen auf Barbara und die Harten-Männer treffe. So langsam darf ich anfangen die aufzubrauchen. Zwei behalte ich mir für Burgas (oder Umgegend). So überlege ich, ob ich nicht zwei Nächte hier bleiben mag. Auf der anderen Seite ist es noch ganz schön weit. Ein Blick auf die Karte zeigt, ich bin nach wie vor östlich von Aleppo, östlich von Israel etc.. Aber etwas mehr „Urlaub“ würde auch nicht schaden. Mal schauen wie ich mich morgen früh entscheide.

Geodaten:

  • Hotel in Pershembe: 41°04′07.38″N 37°46′23″E

Die gefahrene Strecke – 229KM:

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4 Antworten auf „Schwarzmeerküste – Pershembe “

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