Sonnenstrand, Goldstrand, Badeurlaub!

Bevor ich auf die wenigen, letzten Ereignisse komme muss ich erst ein paar Gedanken zum Unterschied niederschreiben. Unterschied? Unterschied! Frei in Anlehnung an den Song „What a difference a day makes“ hier „Was für einen Unterschied eine Grenze macht“. Es ist wirklich unglaublich wie viel sich mit dem überschreiten der Grenze veränderte. Alleine das Leben am Strand: 

  • FlipFlops sind Schuhe die aktiv beworben werden
  • Alle sind mit normalen Badeklamotten unterwegs: Bikini, Badehose, Strandkleidchen und das ohne Hemmungen zwischen den Geschlechtern.
  • Überall gibt es nette Strandbars und die servieren garantiert nicht nur Tee!

Aber auch sonst:

  • Es gibt Tourismus mit Touristen, wobei alles unaufdringlich auf uns wirkt. 
  • Der Müll wird in gesellschaftlichem Konsens in den Mülleimer geworfen!
  • Der Autoverkehr ist gesittet, ein Zebrastreifen wird zweckgebunden eingesetzt. Auch wird in den Ortschaften ordentlich und rücksichtsvoll gefahren.
  • Das Essen hier ist günstig, vielfältig und reichhaltig. Dazu wird mit den uns gängigen Getränken nachgespült. 
  • Das Leben ist zwar teurer, für mich aber deutlich schöner, lebensfroher (als ob es „farbenfroher“ wäre).

Zum aktuellen Geschehen: Nachdem wir unsere Tage in Kraimorie entweder am Strand (naja) 


Oder am Pool verbrachten (super dank tollem Hotel) ging es dann am Mittwoch via Burgas, Nessebar in Richtung Varna und weiter nach Kranevo. 

Doch zuerst begaben sich Jens und ich zu unserem kleinen Abenteuer „Post“. Ich wollte ein paar sperrige Dinge wie mein Zelt loswerden und heimschicken. Wir hatten aus dem Müll einen Karton gefischt, das Hotel steuerte Packband bei und so ging es los.    Zügig standen wir in einer Schlange von Menschen, bald vor einer unfreundlichen Dame die aber mit jeder Minute die wir sie beschäftigten freundlicher wurde. Ich glaube wir wirkten irgendwie unbeholfen auf sie und weckten Mutterinstinkte, denn sie erklärte uns in reinstem Bulgarisch, dass wir das so nie wegschicken könnten und brachte uns erst mal Packpapier um den Bananenkarton fachgerecht einzupacken. Irgendwann durfte ich dann auch noch ein 5-lagiges Formular ausfüllen, dann wurde gestempelt (bumm-bumm) und schwupp waren wir nach ca. 30 Minuten auch schon wieder draussen! 


So ging es dann bei ungefähr 30 Grad in Richtung Norden. Burgas wirkte im übrigen recht nett auf uns. In der Frühe hatte uns noch ein Schweizer geraten einen Abstecher nach Nessbar zu machen, einem Örtchen unter Unesco Weltkulturerbe. Der Tipp war gut!




Danach ging es weiter in das Kamtschia Naturreservat, der Flussmündung ins Schwarze Meer. Das war ein sehr nettes „Touri-ding“.



So langsam verging der Tag, wir hangelten uns auf der Küstenstrasse weiter in Richtung unseres Hotels. Entlang der Resorts war die Strasse heftig überfüllt, ein überholen war gelegentlich nicht möglich, dafür dieselqualmen die Autos aufs schlimmste. Erst auf Varna zu wurde die Strecke schön, bergig, kurvig und mit schönem Belag versehen – also nettes Motorradfahren. Und so kamen wir im DiMare Holiday Village an. Nicht lachen, so heisst das!

  

Das sieht nett aus hier, wir sitzen gut vorm Häuschen und planten heute Morgen erst einmal die kommenden Hotels. Das dürfen gute sein, denn die kommenden Fahrtage scheint es zu regnen.

Heute gab es dann vollends einen Strandbadetag, und wie es scheint, wird der morgige Tag vom selben Programm dominiert werden.




Die gefahrene Strecke – 194KM:

 

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