Hellas!

Gestern Abend verbrachten wir noch wirklich toll im Hotel am Pool. Die Nacht war lau, das Bier und der Wein waren kühl, die Nacht war sternenklar und Sternschnuppen fielen vom Himmel. Wir lagen ewig dort und machten uns zum Festmahl der Mücken.
Als wir heute morgen Melnik verliessen, fuhren wir zuerst zum Kloster Rojen. Eigentlich hatten wir das mit unserer gestrigen Wanderung abhandeln wollen, aber da hatte sich ein kräftiges Gewitter zusammengebraut, so dass wir den Besuch auf heute verschoben. Dieses Kloster bietet nach Rila ein schönes Kontrastprogramm. Kaum betritt man das Kloster, so herrscht Ruhe und Besinnlichkeit. Der Aufbau der Anlage ist einfach gehalten, die Kirche ist der zentrale Bau um den sich alles gruppiert.

Danach ging es in Richtung Süden, direkt raus aus Bulgaristan und rein nach Hellas! Der Grenzübertritt war in einer viertel Stunde unkompliziert abgehandelt. Spaßig ist danach, man ist sofort auf einer Autobahn (optionslos) und wird unmittelbar mit 1,70€ zur Kasse gebeten.
Die Autobahn verliessen wir rasch und schlängelten uns quer durch das Land. Abgesehen von ein paar kleinen Highlights

gab es nicht viel besonderes. Ich hatte aus der Strecke das bestmögliche gemacht, aber im Grunde fährt man meistens durch platte, landwirtschaftlich genutzte Gegend. Unser Ziel war Pella, eine kleine Stadt im Nichts, die nur damit glänzt, dass hier Alexander der Große geboren wurde. Wir fuhren kurz an die Ausgrabungsstätte heran, entschieden uns aber den paar alten Steinen keinen Besuch abzustatten.
Genächtigt wurde in Giannitsa. Hatte ich gedacht, das dieses Örtchen ein verschlafenes Provinznest sei, dann durfte ich meine Meinung bald revidieren. Lokal reiht sich an Lokal, und selbst an einem Montag Abend ist hier gut was los.

Noch ein Wort zum Tag selbst. Es ist warm, die Hartmanns, unsere Südschweden, finden es heiss. Gut, es hatte unter Tag mehr als 37 Grad, aber mal ehrlich, ist das schon heiss? Selbst am Abend bleibt es mit 32 Grad noch mollig warm. Jens freut sich: Morgen sollen die Temperaturen laut Wetterbereich auf maximal kühle 30 Grad zurückgehen. Die Folgetage werden noch kälter. Schrecklich!

Geodaten:

  • Kloster von Rojen: 41°31′49.55″N 23°25′36.44″E
  • Unser Hotel in Giannitsa: 40°47′27.23″N 22°24′38.92″E

Die gefahrene Strecke – 200KM: