Ioannina 2

Während es mich heute nochmals in die Berge gezogen hätte, beschloß der Rest der Truppe heute einen "ich muss nichts müssen Tag" einzulegen. Das begann mit Frühstück um 09:30 Uhr, dann gemütlich zum Bus wackeln und nach Ioannina reinfahren. Und eines muss gesagt sein: Das ist eine nette Stadt, mit einem hübschen Zentrum, einer lebhaften Kneipenlandschaft und vielen individuellen Geschäften.


Die Stadt bietet aber auch etwas Kultur, mit einer "Burgruine" auf der Halbinsel und der Ali Pascha Moschee.

Irgendwann trennten wir uns. Barbara wollte dem Powershoppen frönen, Karin, Jens und ich wollten mehr so ein Touriding machen und auf die Ioannina-Insel mit ihren 7 Klöstern mittels eines Ausflugsbootes schippern. Am Ende war es nett für uns alle!

Gegen Ende des Tages beschlossen wir noch die Perama Höhle anzusehen. 1100 Meter geht man in der Tropfsteinhöhle, mit mehr als 600 Stufen um die verschiedenen Geschosse darin zu überwinden. Ein Guide führt einen und erklärt Details zur 1,5 Millionen Jahre alten Höhle. Leider ist das fotografieren verboten – also gibt es zu diesem wahren Highlight keine Bilder 🙁
Warten auf die Führung:
Am Abend verspeisten wir einen Grillteller für 5 Personen. Gemessen an Bulgarischen Portionen war das ein Sparteller, dafür zu lässig dem doppelten Preis!

Geodaten:

  • Ioannina: 39°40′23.94″N 20°51′37.4″E
  • Insel: 39°40′54.48″N 20°52′25.24″E
  • Höhle: 39°41′42″N 20°50′47.9″E

Ioannina

Von Giannitsa raus ging es erst durch flaches Land, dann auf die Autobahn. Die rund 60 Kilometer auf der Autobahn waren

  1. äußerst ermüdend
  2. landschaftlich schön, mit großen Höhenunterschieden
  3. Ärgerlich teuer

Teuer? Wieso das denn? Nun, ich hatte bei der letzten Mautstation den Geldbeutel ins Kartenfach gesteckt, das nicht wieder ordentlich verschlossen, und so zog der Sog den Geldbeutel heraus, er flatterte davon und ich merkte nichts. Barbara und Jens sahen ihn wegfliegen, dachten sich aber nichts dabei. Jaja, wer ko der ko! So verliessen uns 70 Euronen für nichts als Schlamperei.

Als wir die Autobahn verliessen, begann zügig der Spass pur. Wir fuhren in die Berge rein, und gewannen dabei 1500 Höhenmeter. Schön gelegene Dörfer tauchten auf.

Die Straßen waren schmal aber abgesehen von kleineren Flicken durchweg griffig. Dass diese Höhenunterschiede nur mit Kurven gewonnen werden muss ich wohl kaum erklären, das Gesicht von Barbara spricht Bände!

Später wurden die Strässlein klein, teilweise sandig in den Kurven (wo sonst?) – man musste höllisch konzentriert fahren. Dennoch, drei von uns vieren waren sehr glücklich! Alleine Karin teilte nicht so ganz unsere Freude.

Hier sind wir in einem Bergdorf zum Mittagessen. Sprachlich wurde uns bei der Bestellung nett von den Einheimischen geholfen! Griechischer Salat, Würstel mit Käse überbacken, dazu Wasser und Cola – prima!

Dabei immer diese super Berglandschaft. Nordgriechenland präsentierte sich von seiner schönsten Seite!

Klar auch, daß wir bei der Kurvenhatz immer wieder eine Pause benötigten! Und Pause heisst bei mir was? Genau, ein kleines Nickerchen 🙂

Hier so einer der Rastplätze.

Irgendwann kamen wir am Pamvotida-See an. Bevor wir uns über eine kleine Rennstrecke zu Tale stürzten, gab es Traumausblicke – hier auch mit Sicht auf einen kleinen Waldbrand:

Die Unterkunft die wir über das Internet in Perama, einem Örtchen nahe der Stadt Ioannina, gebucht hatten ist hervorragend. Alleine das Dorf ist etwas unbelebt. Aber das war weiter kein Thema, wir bekamen am Abend ein vernünftiges Essen (Salat, 3 Souvlaki, davon zwei aus Schweinefleisch, ein dritter Spieß musste aus Hühnerfleisch genommen werden, denn es gab nichts anderes mehr…) und das Bier gab es anschließend auf dem Balkon der Unterkunft.

Seltsam hier: Alles scheint auf einen Tourismus getrimmt zu sein den es nicht gibt. Am Seeufer befindet sich ein Anleger, Infrastruktur, aber alles ungepflegt. Ein Wasserflugzeug Flughafen liegt um die Ecke. Eine Bimmelbahn könnte einen durch das Örtchen fahren. Aber es sind quasi keine Touristen hier. Also, für wen ist das hier alles? Wir finden keine Antwort.

Geodaten:

  • Wir verlassen die Autobahn: 40°06′39.87″N 21°27′32.84″E
  • In den Bergen, Perivoli: 39.978714, 21.116703
  • Perama, unser Hotel Garden Villa: 39°41′44.52″N 20°50′52.47″E
  • Pamvotida-See: 39°39′40.6″N 20°53′02.38″E

Die gefahrene Strecke – 281KM: