Termessos Tempel, Antalya, Alanya, Anamur

Heute verlief die Tour definitiv anders als geplant. Ich wollte einen kurzen Hüpfer nach Antalya machen und zuvor den Termessos Tempel besichtigen. 



Der Tempel liegt etwas Nordwestlich von Antalya, ziemlich hoch oben am Berg (700m). Das machte ich auch, aber als ich mir danach die geplante Unterkunft ansah, dann auf die Uhr blickte, beschloss ich weiter nach Alanya zu fahren. 


Der Tempel lohnt sich übrigens echt –  hier sieht man mal ganz real. wie sich die Natur alles zurück holt! Hier hat niemand touristengerecht in Szene gesetzt, hier ist alles von Erdbeben und anderen Einflüssen verwüstet.


Zuerst die Fahrt durch Antalya: Ich hatte mit einem Moloch gerechnet, ein Moloch erwartete mich. Dazu kommt, dass überall die Strassen neu gebaut werden. So stand ich irgendwann, verwirrt von den ganzen Umleitungen, da und überlegte wie ich nun auf die verdammte Schnellstrasse komme (ich stand daneben und kein Weg drauf in Sicht). Beschluss und Ausführung: Quer durch die Baustelle, dann ab über den die Schnellstrasse begrenzenden Grünstreifen, einfädeln mit Schmackes!

Dann Alanya. Ich hatte gedacht da fahre ich hin und suche mir eine Pension. Willkommen in der Welt der Naiven Hans! Hier sind Protzbunker, Teutonengrill und anderer Touristenwahnsinn auf einer Stelle versammelt – hier werde ich NIE NIE NIE Urlaub machen. Also, nächster Versuch. Ich suche einen Campingplatz. Alle Einträge im GPS gibt es nicht, oder sie nehmen nur Wohnmobile.

So machte ich mich notgedrungen weiter auf nach Anamur, wissend, dass es dort einen Campingplatz gibt. Die Fahrt entlang der Türkischen Riviera ist schlichtweg traumhaft sobald man Antalya passiert hat. Eine typische Küstenstrasse, viel auf und ab, viele, viele Kurven. Doch nicht mehr lange: Auch hier schlägt das Strassenbauprogramm zu. Berge werden abgetragen, Brücken und Tunnel gebaut. In wenigen Jahren werden statt des Charmes 4 Spuren vorherrschen.


Und so war es. Nett, ich der einzige Gast, der Chef, seine Töchter die in Deutschland verheiratet sind und deren Kinder. 

Schnell noch ein Bier am Strand eingeworfen, das habe ich mir nach 549km im Sattel doch redlich verdient, oder? 



PS: Damit habe ich einen Tag hereingefahren. Wann ich den wohl wieder spendiere? Eine Idee keimt bereits…

Die gefahrene Strecke – 539KM:

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar verfassen