Tschüss Lotterleben – Zheravna

Aus ist es heute mit dem Lotterleben – jetzt wird wieder Motorrad gefahren und Kultur genossen! Somit ging es heute morgen weg vom schönen Goldstrand und ab ins Landesinnere. Die erste Station war der versteienerte Wald. Betritt man ihn (nachdem man einen kleinen Obulus entrichtet und nett informiert wird), muss man 200m reingehen, dann tut sich das ganze Steinfeld vor einem auf. 

 


Die Strecke war anfänglich fahrerisch recht anspruchslos und führte durch hügeliges, landwirtschaftliches Gebiet, unterbrochen von Steinbrüchen mit Zementwerken. Bei Shumen wollten wir uns den Reiter von Madara ansehen, aber naja… 

  1. Der Reiseführer rät zu einem dreistündigen Rundgang – und wer hat dazu schon Lust mit Motorradkluft?
  2. Mein Moped machte mal wieder Stress – diesmal der Simmering der Antriebswelle.


Das Problem war zügig korrigiert – behoben kann man nicht dazu sagen. Was war der Grund? Ich hatte die Kette laut Handbuch gespannt, was VIEL zu stramm ist. Daher ist der Simmering eingelaufen. Nun hatte ich neulich erkannt, dass die Kette zu stramm ist, also habe ich sie gelockert, mit der Konsequenz, dass der Simmering jetzt leckt. Und nun? Kette wieder strammer gespannt und schon leckt es nicht mehr so schlimm. Das wird sicher halten!

Weiter ging es durch schönes hügeliges Land, durch Täler und vorbei an netten Ortschaften. 


Wir besichtigten Kotel (zum vergessen) und zogen weiter zu unserem Zielort, Zheravna. Das ist mal hübsch hier! Dazu, obwohl touristisch, wirklich günstig. Wir bezahlten für ein reichhaltiges und gutes Abendessen für 4 Personen mit Getränken 55 Lev (teile durch 2). Das Städtlein selbst ist ein Museumsdorf, komplett in Stil der Bulgarischen Wiedergeburt, so schnuckelig, dass Barbara mehrfach meinte, dass die hier Eintritt verlangen sollten. 

Wir nächtigen am Rande in einem wunderschönen Hotel mit großzügigen Zimmern.


Bilder vom Ort:





Jetzt waren wir abseits des Massentourismus unterwegs. Was ich bislang feststellen muss ist, dass meine Vorurteile erneut nicht erfüllt werden. Wenn Bulgarien eines der ärmsten Länder der EU ist, dann müssen wir diese armen Ecken noch finden. Ja, es gibt noch Pferdefuhrwerke im Strassenbild, aber wir sehen auch gut ausgebaute Strassen, eine vernünftige Infrastruktur und nett gerichtete Dörfer!

Es geht uns gut!!!!

 

Geodaten:

  • Steinerner Wald: 43°13′42″N 27°42′21.3″E
  • Reiter von Madara: 43°16′37.05″N 27°07′00.61″E
  • Kotel: 42°53′26.23″N 26°26′42.65″E
  • Zheravna: 42°49′55.36″N 26°27′30.19″E

Die gefahrene Strecke – 223KM:

 

PS: Solange ich hier sitze und blogge, sitzt der Rest der Gruppe vor mir und bucht die nächste Unterkunft. Süß wie die „Autoquartett“ spielen (Bewertung, Kosten, Nähe zum Zentrum, Zimmergröße, Parkplatz dabei?, Frühstück inkludiert?)

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Eine Antwort auf „Tschüss Lotterleben – Zheravna“

  1. Reiseleitung Hans tours funktioniert ganz gut. Einzig das Gepäck wird nicht auf die Zimmer getragen und die Mopeds sind morgens auch nicht geputzt.

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